Frankfurt a.M., Universitätsbibliothek, Ms. Barth. 179

"Lorscher Rotulus"

Lorsch, wohl nach 843 bis 876

Der "Lorscher Rotulus" ist der einzige liturgische Rotulus, der aus karolingischer Zeit aus der Region nördlich der Alpen erhalten ist. Mit seinen ca. 530 Heiligenanrufungen gehört er außerdem zu den längsten karolingischen Litaneien.
Der Name des Lorscher Klosterpatrons Nazarius ist mit Goldtinte und in Majuskelbuchstaben geschrieben (recto, Z. 28, linke Spalte). Unter den Fürbitten findet sich u.a. eine für den ostfränkischen König Ludwig den Deutschen (+ 876), dessen Gemahlin Hemma und deren Nachkommen: ut Hludouuicum regem perpetua prosperitate conseruare digneris ... ut Hemmam reginam conseruare digneris ... ut nobilissimam eorum prolem in salutem populi christiani conseruare digneris, te rogamus (recto, Z. 232-235). Ludwigs Name ist mit einem goldenen Kreuz hervorgehoben.
Die Nachträge auf der Rückseite (10./11. Jh.), darunter ein Schatzverzeichnis des Frankfurter Salvatorstifts, wo sich der Rotulus seit dem 10. Jh. befand, stammen nicht aus Lorsch.
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DOI / Zitierlink: https://doi.org/10.11588/diglit.6328  
URN: urn:nbn:de:bsz:16-diglit-63289  
Metadaten: METS

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